Heilpflanzen und Heilkräuter der Alten Bauernfrauen
Die Winter sind hart auf der Alm und der nächste Arzt weit weg. Gut, dass die Bauernfamilien über Generationen ihre ganz eigenen Heilmethoden und Rezepte entwickelt haben. Es ist noch keine 100 Jahre her: Mit dem Wintereinbruch stand das Leben einer Bauernfamilie oft auf dem Prüfstand. Kalt pfiff der Wind um das Haus, meterhoch stand der Schnee und niemand wußte, ob die kargen Vorräte Mensch und Tier durch den Winter bringen würden. Das hohe Fieber eines Kindes, der rasselnde Husten des Großvaters plötzlich ging es um Leben und Tod. Oft fehlte für den Doktor das Geld oder es war nicht möglich die abgelegenen Höfe zu erreichen. Deshalb nutzten die Bäuerinnen bereits bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Erkrankung ihr Wissen um die Heilkräfte der Natur. Die Bergfrauen wußten viel über Alternative Heilmethoden da meist kein Geld für einen Arzt vorhanden war. Die Heilpflanzen und Heilkräuter waren in der üppigen Natur reichlich vorhanden und so wurde die Naturmedizin auch reichlich genutzt.
Rezepturen ihrer Vorfahren, die heute wissenschaftlich anerkannt sind! Profitieren auch Sie vom überlieferten Wissen der Bauern-Apotheke:
Heilpflanze Heu hilft Körper und Seele.
Früher erwärmte die Bäuerin getrocknetes Heu im Kraxenofen. Heu kann man zweifellos als Heilpflanze bezeichnen und spielt in der Alternativen Naturmedizin eine große rolle. Die freigesetzte Heilsubstanz Cumarin lindert Muskel- und Gelenkbeschwerden, wirkt entspannend und beruhigend, entzündungs- und ödem hemmend. Ein Bad in frischen Heublumen durchblutet sanft den ganzen Körper und sorgt für eine angenehme Müdigkeit vor dem Zu Bett gehen. Tipp: Bei Hexenschuß oder Nackenverspannungen einfach ein warmes Heusäckchen (gibt es z.B. beim Biobauern oder Kneipp-Bund) auf die schmerzende Stelle legen.
die Heilpflanze Zwiebeln lösen den Husten.
Bei Infektionen oder Erkältungen hilft die scharfe Knolle dank ihres natürlichen Antibiotikaeffekts. Der Saft geriebener Zwiebeln (mit Honig versüßt) vertreibt Husten und Heiserkeit. Verschnupften Kindern hängt die Bäuerin ein Zwiebelsäckchen über das Bett. Die ätherischen Öle der Heilpflanze (z.B. Lauch- und Senföl) fördern den Auswurf und befreien den Atem. Die Knolle hilft sogar bei Insektenstichen: Eine Alternative Heilmethode aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich gelegt saugt das Gift aus der Haut, reinigt die Wunde.
Naturmedizin Essig senkt das Fieber Husten.
auch bei Schnupfen, Heiserkeit: Eine Inhalation heißer Apfelessigdämpfe läßt erste Symptome schnell abklingen und hilft auch bei Zahnfleischentzündungen. Ein warmer Wadenwickel mit Essigwasser senkt hohes Fieber. Alternative Heilmethode Bei Hauterkrankungen, wie Fußpilz, Flechten und Ekzemen wirkt ein Essigbad antibakteriell.
die Heilpflanze Kartoffeln mag der Magen.
Die tolle Knolle ist ein hervorragender Wärmespeicher und wichtig bei Alternative Heilmethoden, lindert als Wickel (gekochte, noch heiße Kartoffel auf einem Leinentuch zerdrücken) Halsschmerzen. Per Saft frisch geriebener Kartoffeln hilft bei Verdauungsproblemen, Magenverstimmungen und Sodbrennen.
Alternative Heilmethode Wacholder bringt Appetit.
Natürliches Kaugummi: Die frischen oder getrockneten Heilpflanze sorgen für einen frischen Atem. Gleichzeitig wird der Appetit angeregt, was besonders für die Genesung nach schwerer Krankheit hilfreich ist. Wacholdertee stärkt den Stoffwechsel, durch spült die Nieren.
Die Heilpflanze Maronen lindern Gicht.
Vitaminreiche Köstlichkeit und wichtiges Heilmittel: Maronen beruhigen nicht nur den Magen. Ein heißes Dampfbad aus Maronenblättern und Fruchtschalen läßt Gicht geplagte entspannen, Baumwollwickel mit heißen Maronen wärmen kalte Glieder und lösen Muskelverspannungen.
Die Heilpflanze Thymian heilt die Grippe.
Eine alte Bauernweisheit besagt: „Die nächste Grippe kommt bestimmt, doch nicht zu dem, der Thymian nimmt”. Auch heute bleibt das beliebte Küchenkraut aufgrund seiner antiseptischen und auswurffördernden Eigenschaften und ätherischen Öle ein wichtiges Mittel bei Atemwegserkrankungen und Erkältungen.
Die Heilpflanze Rosmarin gut für den Kreislauf.
Rosmarin ist ein Kreislauftonikum, wird bei niedrigem Blutdruck, Schwindel und Schwäche eingesetzt (als Badezusatz). Bäuerinnen nutzen die wärmenden und krampflösenden Eigenschaften des Rosmarin-Tees bei Menstruationsschmerzen und zur Förderung der Wehen. Äußerlich angewendet stärkt eine Tinktur die Durchblutung, z.B. bei kalten Händen und Füßen.
Alternative Heilmethode Molke beugt vor.
Das Milchserum stärkt dank rechts drehende Milchsäurebakterien und vieler Mineralien das Immunsystem und beugt Erkältungen vor. Als Erfrischungsgetränk schenkt das Milchprodukt neue Energie und saniert sanft den Darm. Ein Bad mit Molke pflegt strapazierte Haut.
Die Heilpflanze Ringelblume macht munter.
Für einen stimmungsaufhellenden Tee gibt man die Bäuerin 2-3 Ringelblüten auf eine halbe Tasse kochendes Wasser. Eine Ringelblumen-Tinktur beruhigt die wunden Brustwarzen stillender Mütter. Mit einem Blütenwickel werden Schmerzen von starken Krampfadern und Beingeschwüren behandelt. Eine Spülung aus Blütentee schenkt blonden, oder roten Haaren eine Farbauffrischung.
Die Heilpflanze Salbei kann einfach alles.
Bereits der Name dieser Pflanze verspricht Wohlbefinden (aus dem lateinischen „salva-re” = heilen). Die antibiotische Wirkung plus wertvolle, ätherische Öle machen Salbei zum festen Bestandteil bäuerlicher Heilkunst. Als Tee, Wickel oder Badezusatz hilft Salbei bei fast allen Entzündungen, innerlich und äußerlich. Er verfeinert das Hautbild und stärkt die Nerven.
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