Schützen Sie sich jetzt gegen Allergie im Sommer.
Nicht nur die Sonne, auch Lebensmittel, Insekten und Kosmetika können Überreaktionen auslösen. Doch mit der richtigen Strategie lässt sich das vermeiden.
Gegen Allergien im Urlaub.
Endlich Urlaub! Wir freuen uns aufs Meer, auf exotische Köstlichkeiten und natürlich auf die Sonne! Doch für rund 20 Prozent der Bundesbürger hat die schönste Zeit des Jahres auch ihre Schattenseiten. Sie leiden unter Sommerallergien: Plötzlich juckt die Haut und wirft Bläschen, nach dem Essen tritt Übelkeit und Erbrechen auf. Mit unseren Tipps gegen Allergien können Sie die Ferienzeit trotzdem ohne größere Komplikationen genießen.
Was hilft Wenn die Haut juckt:
Am weitesten verbreitet ist die polymorphe Lichtdermatose (PLD), auch bekannt als „Mallorca-Akne”. Dabei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit gegen UV-A-Strahlen. Die Probleme treten bereits kurz nach dem ersten Sonnenbad auf. An Armen, Dekolleté oder im Gesicht bilden sich juckender Hautausschlag oder Bläschen. Sie können wirksam mit einer Kortisonsalbe vom Haus- bzw. Hautarzt behandelt werden.
Sanfte Maßnahmen gegen Allergien.
Betroffene sollten ihre Haut langsam an die Sonne gewöhnen, rät der Experte. Am besten gehen Sie nicht in der Mittagszeit raus und halten sich in den ersten Tagen nicht stundenlang unter freiem Himmel auf. Wichtig ist immer die richtige Sonnencreme. Sie sollte einen hohen Schutz gegen UV-A-Strahlen bieten.
Wer besonders starke Beschwerden hat, kann sich schon mindestens sechs Wochen vor dem Urlaub mit einer speziellen Bestrahlung beim Hautarzt ab-härten lassen. Das so genannte „Light Hardening” kostet ab 100 Euro. Die Kassen übernehmen aber nicht die Kosten.
Verzichten Sie am Strand, bei der Mountainbike-Tour und anderen Freizeitaktivitäten an der frischen Luft lieber auf Parfüm & Co. Denn diese können in Kombination mit manchen Sonnenschutzlotionen Hautirritationen auslösen. „Die chemischen Inhaltsstoffe der-UV-Schutz-Cremes reagieren auf der Haut mit denen von Kosmetika, Deo oder Haarspray.
Der richtige Schutz vor Allergien.
Welche Produkte für Ihren Hauttyp geeignet sind, ist leicht zu erkennen. Ziehen diese beim Verreiben schnell ein, haben Sie einen Volltreffer gelandet. Bleibt ein klebriger Film, ist der Fettgehalt zu hoch. Anders bei mineralhaltigegen Produkten. Sie schützen mit einer Schicht aus feinvermühlenen Pigmenten. Diese reflektieren das Licht. Besonders sanft zur Haut ist ein Gel mit Lichtschutzfaktor.
Medikamente können Allergien auslösen.
Man ahnt es nicht, aber es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die Allergien auslösen können. So machen vor allem Antibiotika die Haut angreifbarer für UV-Strahlen. Das gleiche gilt auch für pflanzliche Präparate (z. B. beruhigendes Johanniskraut) und Blutdrucksenkende Mittel. Fragen Sie am besten bei Ihrem Arzt nach. Sogar der Kontakt mit Sellerie und Petersilie in Zusammenhang mit Sonnenstrahlen kann Beschwerden hervorrufen.
Risiko: Insekten Es ist nur ein kleiner Stachel, aber seine Wirkung kann verheerend sein. Das Gift von Honigbienen und Wespen hat es in sich. Wer aus Erfahrung weiß, dass er darauf überempfindlich reagiert sollte auch im Urlaub immer ein Notfallset mit Antihistaminika, Kortison und Adrenalin dabei haben, rät der Allergologe. Ganz wichtig: Lassen Sie sich vom Arzt genau erklären, wie die einzelnen Präparate zu benutzen sind. Um die Gefahr eines Stichs zu verringern, sollten Sie sich in Insektennähe möglichst ruhig verhalten. Wildes Um sich Schlagen macht vor allem Wespen nur aggressiv. Außerdem kein Fleisch oder Süßigkeiten im Freien essen, das lockt die Tiere an. Der wirksamste Schutz ist allerdings wie bei einer Pollenallergie, die Hyposensibilisierung. Schon nach den ersten „Impfungen” setzt die Schutzwirkung ein. Insgesamt dauert die Therapie drei Jahre. Die Kassen zahlen.
Wenn Nahrung Allergische Reaktionen auslöst.
Rund 2,5 Millionen Deutsche vertragen bestimmte Lebensmittel nicht: Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen können die Folge sein. Ideal wäre natürlich, den Auslöser zu meiden. Doch in Hotels und Restaurants am Ferienort lässt sich schließlich schlecht in die Töpfe gucken. Betroffene sollten vor der Mahlzeit nach den Inhaltsstoffen fragen Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt, wie die Allergie Auslöser in der Landessprache heißen.
Was sie gegen Tierallergien tun können.
In fernen Ländern besteht zusätzliche Gefahr durch giftige
Schlangen, Quallen oder Spinnen. Der Kontakt ist nicht nur schmerzhaft, er kann auch Kreislaufkollaps, Fieber und Bewusstlosigkeit auslösen. Glücklicherweise kommt es nur sehr selten zu Todesfällen.
Deshalb: Fassen Sie keine Tiere an, die Sie nicht kennen, Drehen Sie Steine nicht mit der Hand um. Schütteln Sie Kleidungsstücke und Schuhe aus, bevor Sie sie anziehen. Sollte es dennoch zu einem Zwischenfall kommen, Panik vermeiden und schnell eine Klinik aufsuchen. Dort gibt’s Hilfe.


