Das hilft bei Pollenallergie?
Experten schlagen „ Alarm: Die Pollensaison ist schon wieder in vollem Gange viel früher, als jemals zuvor Schon 15 Millionen Deutsche leiden. Und jedes Jahr werden es mehr.
Die besten Tipps und Tricks gegen das Pollenallergie.
Nun spüren wir die Klimaerwärmung am eigenen Leibe: Die Nase kribbelt, die Augen jucken. Schuld daran sind die Pollen, die durch das viel zu milde Wetter noch früher und länger fliegen. Warum die richtige Diagnose und Behandlung bei Pollenallergie jetzt wichtig ist.
Der Pollenkalender für 2008

Warum muss Pollenallergie behandelt werden?
Oft wird eine Pollenallergie als „Sommergrippe-’ verkannt. Wenn Sie aber den Verdacht haben, es könnte doch eher eine Allergie sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn wird eine Pollenallergie nicht behandelt, kann er von der Nase in die Bronchien „herabsteigen” (auch Etagen-Wechsel genannt) und dort allergisches Asthma auslösen.
Was passiert eigentlich im Körper bei einer Pollenallergie?
Bei einer Allergie bekämpft das Immunsystem die in den Körper gelangten Pollen, die eigentlich harmlos sind. Bei einer Pollenallergie sind das die Pollen von Bäumen und Gräsern. Die sogenannten chemischen Botenstoffe, die der Körper dabei freisetzt, lösen dann die Beschwerden wie Dauerschnupfen und Augenjucken aus. Warum unser Körper derart überempfindlich reagiert, ist nicht endgültig geklärt. Als sicher gilt, dass Vererbung und Umweltgifte eine Rolle spielen.
Auch warum bei manchen Betroffenen die Pollenallergie erst im späten Erwachsenenalter scheinbar aus dem Nichts auftritt, lässt sich nicht sicher erklären. Vermutlich schlummert die Allergie schon länger im Immunsystem, bricht aber erst aus, wenn belastende Erlebnisse oder starker Stress dazukommen.
Wie wird die Diagnose Pollenallergie gestellt?
Der Arzt kann verschiedene Tests machen. Beim Prick-Test werden am Unterarm winzige Mengen verschiedener Pollen nebeneinander in die Haut geritzt. An der jeweiligen Hautreaktion sieht der Arzt,
gegen welche Pollen die Allergie besteht. Für den Nasalen Provokationstest sprüht der Arzt etwas Pollen lösung auf die Nasenschleimhaut. Tritt danach eine Reaktion auf, löst der Stoff die Pollenallergie aus.
allergien kreuzallergien
Warum Eiche und Sellerie sich nicht mögen… Kreuzallergien treten oft zwischen Baumpollen und Nahrungsmitteln auf. Grund sind gemeinsame Allergene, die die bekannten Symptome auslösen.
Typische Beispiele für eine Kreuz-Reaktionen sind: Wer auf Birke-, Erle- und Haselnusspollen reagiert, zeigt häufig ebenfalls allergische Reaktionen bei Kernobst, Steinobst, Hasel- und Walnüssen, Erdnüssen, Mandeln oder auch Kiwi. Eine Pollenallergie gegen Beifuß oder Wegerich ist oft mit einer Allergie gegen Sellerie, Möhren, Paprika, Knoblauch oder Kamille verbunden, während Gräser- und Roggenpollen-Allergiker eher auf Sojamehl, Getreidemehl und Erdnüsse allergisch reagieren.
Tipp bei Pollenallergie: Frisches Obst durch blanchiertes ersetzen und frische Kräuter durch getrocknete oder statt Kern- und Steinobst mehr Beeren verwenden. Eine Hyposensibilisierung als Therapie derPollenallergie hilft übrigens auch bei Kreuz-Allergien.
Welche Therapien bei Pollenallergie gibt es?
Eine Reihe verschiedener Medikamente. Bevor sie jedoch zum Einsatz kommen, lohnt es sich, die Pollenbelastung in der persönlichen Umgebung gezielt zu verringern. Die folgenden Maßnahmen können in vielen Fällen die Beschwerden deutlich lindern: Die Pollen aussperren. Dazu die Fenster morgens, tagsüber und abends geschlossen halten. Oder bei geöffnetem Fenster spezielle Schutzgitter aus dem Baumarkt anbringen. Täglich Staubsaugen und feucht wischen. Das entfernt die Pollen von Teppichen, Gardinen und Möbeln. Abends die Haare mit Wasser ausspülen. So werden die Allergene entfernt, die sich tagsüber festgesetzt haben. Nicht im Schlafzimmer aus.- und umziehen. So lösen sich keine Partikel von der Kleidung und landen hier. Was, wenn bei Pollenallergie nichts hilft? Die schlechte Nachricht zuerst: Ein Mittel, das eine Pollenallergie heilt, existiert noch nicht. Und nun die gute: Es gibt verschiedene Medikamente, die die Beschwerden zuverlässig lindern oder ganz beseitigen können. Entzündungshemmende Nasensprays stoppen die Heuschnupfenentzündung in der Nasenschleimhaut. Manche Sprays enthalten Kortison. Die Therapie sollte kurz vor der Pollensaison begonnen und dann konsequent fortgeführt werden.
Sogenannte Antihistaminika verringern die schädigende Wirkung des chemischen Botenstoffs Histamin auf die Nasenschleimhaut. Auch diese sollten schon kurz vor Beginn der Pollensaison eingenommen werden.
Gute Heilerfolge bringt auch die Gegensensibilisierung. Bei dieser Methode wird aus dem Blut des Allergikers eine Art Impfstoff hergestellt. Dieser Impfstoff ist sehr viel stärker als die allergischen Erscheinungen während der Blutabnahme waren. Ein Test auf Pollenallergie ist nicht notwendig, somit können mit dieser Methode auch Allergien unbekannten Ursprungs behandelt werden. Empfindliche Menschen und Kinder können das gewonnene Pollenallergie Medikamente in Tropfenform einnehmen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Therapie gegen Pollenallergie alle im Blut befindlichen Allergene erfolgt und die Allergene zuvor nicht bestimmt werden müssen. Diese Therapie kann auch während einer akuten Pollenallergie begonnen werden und kann eine rasche Verbesserung der Symptome bewirken.
Gibt es langfristige Strategien gegen Pollenallergie?
Ja, z.B. die Hyposensibilisierung kann bei einer Pollenallergie helfen. Dabei wird der Organismus langsam an die Pollen gewöhnt. Patienten erhalten in regelmäßigen Abständen kleine Injektionen mit Pollenlösung unter die Oberarmhaut. Start ist zum Herbst, der Heuschnupfen fällt dann in der nächsten Saison meist schwächer aus oder ist ganz weg. Die Kosten werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
PUSTEBLUME Viele Pollen lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen. Nur selten sind sie so groß wie die des Löwenzahns.
hilft Kortison bei Pollenallergie?
Wie Penicillin ist auch Kortison ein Medikament, ohne das die Ärzte ihren Patienten oft nicht helfen könnten. Asthmatiker etwa wären ohne Kortison in vielen Fällen von Pollenallergie aufgeschmissen. Berüchtigte Nebenwirkungen wie das Vollmondgesicht und Akne gibt es kaum noch. Gezielt von Ärzten eingesetzt, sind die Nebenwirkungen von Kortison gleich Null. Dafür wurden Kortisone unterschiedlicher Stärke und mit cleveren Eigenschaften entwickelt. Kortispn-sprays zum Beispiel wirken nur da, wo sie gebraucht werden nämlich in den Bronchien.
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