besser mit dem Auge sehen
Augenerkrankungen kann man von außen meist nicht erkennen. Aber sie schreiten unmerklich voran, außer man hat die Vorsorge im Blick!
plötzliche Sehschwäche:
Jeder zweite kann nicht mehr richtig sehen. Und Millionen leiden unter Grünem und Grauem Star, ohne es zu wissen. Auf welche Alarmsignale Sie achten sollten. Und welche Therapien im Ernstfall helfen
Es ist schon ein echtes Wunder der Natur, wie unsere Augen es schaffen, ein perfektes Abbild der Umgebung in unser Bewusstsein zu projizieren. Doch nach wie vor ist der genaue Vorgang noch nicht ganz geklärt. Nur über die Grundfunktionen sind sich Forscher einig: Sechs Muskeln sorgen für die Beweglichkeit. Genau wie eine Kamera besitzt das Auge eine Blende, die Iris. Dort einfallende Lichtstrahlen passieren Hornhaut, Pupille und Glaskörper bis sie auf die Netzhaut mit rund 120 Millionen lichtempfindlichen Stäbchen und sieben Millionen farbintensiven Zäpfchen treffen. Dort entsteht dann ein auf dem Kopf stehendes Bild, was vom Gehirn schließlich umgedreht wird und für uns als Momentaufnahme erscheint.
Bei so viel Perfektion ist klar, dass unsere Augen einwandfrei funktionieren müssen. Doch genau wie am Körper, nagt auch an der menschlichen Kamera der Zahn der Zeit. So droht Millionen Bundesbürgern bei schlechter Vorsorge der Verlust der Sehkraft durch Krankheiten wie Grauer oder Grüner Star.
Doch so weit muss es nicht kommen. Wir verraten, wie Sie den Durchblick behalten:
Häufige Gefahren für unser Auge.
Fast drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einem erhöhten Augeninnendruck. Ursache: Das Kammerwasser, eine Flüssigkeit, die sich in der vorderen und hinteren Augenkammer befindet, kann nicht mehr richtig abfließen. Die Verstopfung erhöht den Druck und zieht dadurch den Sehnerv in Mitleidenschaft. Er wird nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Folge: Bei etwa 800 000 Betroffenen entwickelt sich daraus der Grüne Star („Glaukom”). Die häufigste Ursache für Erblindung in der westlichen Welt! Der Graue Star dagegen („Katarakt”, rund 600 000 Patienten jedes Jahr) gehört zu den natürlichen Verschleißkrankheiten des Körpers. Im Laufe der Jahre werden die Linsen immer trüber, da sich das gelartige Material im Auge mit dem Alter verfestigt.
Folge: Das Sehvermögen wird langsam, aber schmerzlos schlechter und der Blick verschleiert.
Wichtige Alarm Signale Das Problem an beiden Augenleiden ist, dass sie sich schleichend entwickeln. Der Grüne Star ist besonders tückisch: Man bemerkt ihn erst in einem späten Stadium, wenn Teile des Gesichtsfelds schwinden. Die Betroffenen sehen dann nur dunkle Felder. Auch beim Grauen Star werden erste leichte Eintrübungen kaum wahrgenommen. Doch irgendwann sehen Sie verschwommen, Farben scheinen verwaschen. Das Auge wird lichtempfindlich, Patienten fühlen sich schnell geblendet, weil die Helligkeit durch die trübe Linse nicht mehr richtig gebrochen wird.
Optimale Diagnose Die Messung des Augeninnendrucks („Tonometrie”) ist die wichtigste Untersuchung beim Grünen Star. Stellt der Augenarzt mehrfach einen erhöhten Druck von über 21 mmHG fest, könnte ein Glaukom vorliegen. Eine Inspektion des Augenhintergrunds und eine sogenannte „Papillenexkavation” zeigt an, ob der Sehnerv bereits durch gestautes Kammerwasser leidet. Beim Grauen Star untersuchen wir die Augen mit einer Spaltlampe Dabei handelt es sich um ein flexibles Mikroskop mit spezieller Beleuchtung. So können wir genau sehen, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist.
Moderne Therapien Beim Grünen Star können neue Medikamente (Tabletten, Augentropfen) sowohl den Augeninnendruck senken als auch die Kammerwasserbildung hemmen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, setzen Ärzte jetzt den Laser ein. Sie entfernen damit winzige Teile der Iris, so dass das Kammerwasser wieder direkt in die Winkel fließen kann. Möglich ist auch ein künstlicher Abfluss, der unter die Bindehaut gelegt wird.
Gegen den Grauen Star gibt es bisher nur eine Operations-Methode, bei der der Chirurg die trübe Linse gegen eine Kunststofflinse aus Acrylat oder Silikon austauscht. Ein Routineeingriff, der in Deutschland rund
600 000 mal pro Jahr durchgeführt wird. Die Krankenkassen zahlen.
OP mit Doppeleffekt Mit der Entwicklung der sogenannten „Multifokallinse” ist es erstmals möglich, nicht nur den grauen Star zu behandeln, sondern auch Kurz- und Weitsichtigkeit zu beheben. Der Eingriff dauert pro Auge nur 20 Minuten. Schon kurze Zeit nach dem Eingriff können Patienten wieder scharf sehen - ganz ohne Brille. Für viele Menschen eine Riesenerleichterung, die man aber bisher selber zahlen muss (ca. 1500 Euro). Doch: Die Investition lohnt sich…
Was Chinesische Medizin für ihre Augen tun kann
Das Glaukom lässt sich mit Akupunktur gut behandein, haben Studien gezeigt. Acht bis zehn Sitzungen sind optimal (ca. 50 Euro/Sitzung, Kassen zahlen meist nicht), Erfolgreich ist auch die Laserakupunktur, bei der jeder Punkt rund 20 Sekunden stimuliert wird.
Ernährungstherapie kann dem Auge helfen
Mittler ist Ernährungstherapie weit bekannt, dass eine Nahrungsmittelallergie das Glaukom verschlimmern kann. Nur mit einer sog. „Emissionsdiät” (Weglassen der verdächtigen Nahrungsmittel) lässt sich der Übeltäter finden, fragen Sie ihren Arzt!
Übrigens: Auch Kaffee und andere koffeinhaltige Lebensmittel können den Augeninnendruck erhöhen.
Was homöopathischen für ihre Augen tun kann
homöopathischen als begleitende Therapie haben Gelsenium D6 und Belladonna D6 positive Wirkung auf den Augeninnendruck. Das gleiche gilt für die Schüssler Salze Kalium phosphoricum D6, Kalium chloratum D6, Natrium phosphoricum D6 und Silicea D12. Bis zu vier Mittel gleichzeitig können über den Tag verteilt gelutscht werden.
Schützen Sie Ihre Augen
Gehen Sie regelmäßg zum Augenarzt!
Die besten Tipps für ihre Augen
CHECK-UP Ab 40 sollte man jedes Jahr zum Augen-TÜV (Untersuchung vorderer und hinterer Augenabschnitt, Gesichtsfeld, Netzhaut, Dämmerungssehen). Die Kosten dafür betragen ca. 56 Euro. Kassen zahlen meist nicht.
SONNENBRILLE Nicht nur ein Accessoire, Wie gut sehen Sie mit einem Auge? Notfalls ab zum Arzt
sondern wichtiger Schutz vor UV-Strahlen.
Tipp: Nur gute Brillen mit dem Vermerk „UV 400″ wählen.
LEBENSSTIL Die in Zigaretten enthaltene Blausäure und das Nikotin verschleiern den Blick. Auch Alkohol schadet dem Organ.
VITAMINE Die Augen benötigen einige Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Vitamin C (Kiwi, Blaubeeren, Paprika, Kohl) und E (Keimöle, Nüsse, Schwarzwurzeln) verhindern Zellschäden.
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