was hilft gegen Pickel?
Nur Teenager leiden unter Pickeln? Falsch. Immer mehr erwachsene Frauen sind betroffen. Aber es gibt Hilfe Akne und Pickel. Da denkt man sofort an die Pubertät. Doch die Hauterkrankung ist längst kein reines Jugendleiden mehr. Auch erwachsene Frauen sind betroffen: „Seit Jahren beobachten wir eine Zunahme der Spätakne”, sagen Dermatologe. Das kritische Alter: Zwischen 25 und 40 Jahren. „Viele erleben das zum ersten Mal, hatten vorher noch nie Pickel.” Lesen Sie, warum Gesicht, Rücken oder Dekolleté plötzlich verrückt spielen:
Was genau sind Pickel?
Das ist eine Erkrankung der Hautfollikel, die besonders bei fettiger Haut auftritt”. Durch eine vermehrte Talgbildung verhornen die Ausführungsgänge der kleinen Talgdrüsensäckchen. Es bilden sich so genannte Komedonen. Die auch als Mitesser bekannten schwarzen oder weißen Punkte auf der Haut können sich durch Bakterien entzünden und werden dann zu den aknetypischen Entzündungsherden: verhärtete rote Pickel und Pusteln mit Eiterbildung.
Wie entstehen eigentlich Pickel?
Haushalt und Beruf: Viele Frauen sind täglich großen Belastungen ausgesetzt und werden so zum Opfer der Spätakne. „Denn unter Stress schüttet der Körper vermehrt das männliche Hormon Testosteron aus, das die Talgproduktion der Haut anregt”. Weitere Ursachen sind eine einseitige Ernährung oder genetische Veranlagung. „Auch die Anti-Baby-Pille oder die erste Schwangerschaft können Auslöser einer Akne sein”.
Was sind die Folgen? „Eine Akne verschwindet selten von allein”. Denn: Auf Dauer können Entzündungsstellen verschmelzen und zu großflächigen Plaques werden. Pickel Narben sind die lebenslang sichtbare Folge. Auch starker Juckreiz, Schwellungen, Kopfschmerzen und sogar Furunkel können entstehen.
Psychische Folgen bei Pickel
Nicht zu vergessen die psychische Belastung: „Manche Frauen werden depressiv, trauen sich nicht mehr aus dem Haus, weil sie sich für ihre Haut schämen.”
Was kann ich selbst tun? „Aknehaut muss mit speziellen Waschsyndets gereinigt werden, damit sie nicht zusätzlich gereizt wird”. Ergänzend sorgt ein mildes Gesichtswasser für sanfte Entfettung und Beruhigung der beanspruchten Haut.
Ganz wichtig: Niemals selbst Pickel oder Mitesser ausdrücken! „Das Risiko ist groß, auf diese Weise die Entzündungen noch zu beschleunigen.” Hilfreich: Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf. „Alles, was dem Körper gut tut und Stress reduziert, entlastet auch die Haut.”
Was Kann der hautarzt gegen meine Pickel tun?
Am Anfang steht die Diagnose: „Welcher Hauttyp liegt vor, was sind die Ursachen der Erkrankung?” Bei einer leichten Akne empfiehlt sich eine Peeling-Therapie. „Mit Fruchtsäuren werden die Verhornungen gelöst, die Entzündungen gehen zurück.” Pickel im fortgeschrittenen Stadium sollte mit einem Laser behandelt werden: Er erwärmt die Haut stellenweise. Das beruhigt Entzündungen und verkleinert die Talgdrüsen. Weniger Fett wird produziert, kleinere Narben geglättet. Bei einer Mikro-Dermabrasion wird die oberste Hautschicht mit Sandkörnern sanft abgetragen.
Was kann die Kosmetikerin gegen meine Pickel tun?
Die Profi-Pflege ist eine Wohltat für den Teint und die Seele! Die Kosmetikerin weicht die Haut mit Wasserdampf oder warmen Kompressen auf, rubbelt überschüssige Hornschüppchen mit einem Peeling ab und macht sich mit sterilen Werkzeugen an die Arbeit, um tief liegende Mitesser und Pickel zu beseitigen. Ergebnis: ein klarer, gesunder, straffer Teint!
Darf ich mich schminken? „Ja, aber wenn möglich nicht jeden Tag”, rät der Experte. Denn die beste Medizin für Aknehaut ist Luft. „Unter Make-up-Schichten kann die Haut schlechter atmen, Bakterien vermehren sich leichter.” Wer allerdings nicht auf Kosmetik verzichten möchte, sollte folgende Regeln beachten: „Nutzen Sie Produkte mit desinfizierenden Substanzen und tragen Sie sie nur dünn auf.” Ganz wichtig: Niemals Puderschwämmchen oder Pinsel benutzen. „Diese Utensilien sind Brutstätten für Bakterien.”
Wenn nichts hilft Wie gefährlich sind Vitamin-A-Säuren?
STARKE AKNE Für Betroffene, die schon alles vergeblich ausprobiert haben, gibt es eine letzte Möglichkeit: Vitamin-A-Säure. Dabei wird der Wirkstoff Isotretinoin in Tablettenform gegeben. WIRKUNG Isotretinoin ist ein sehr starker Hemmer der Talgproduktion, die Haut bildet weniger Fett, die Entzündungen klingen ab, Patienten mit schwerer Akne werden von Pickeln befreit. RISIKEN Die Haut trocknet stark aus, Lippen werden rissig dagegen hilft Feuchtigkeitspflege. Schwangere dürfen auf keinen Fall mit Isotretinoin behandelt werden, denn der Wirkstoff verursacht beim Ungeborenen schwerste Schäden. Zudem sollten Patientinnen prüfen, ob sie plötzlich unter Stimmungsschwankungen leiden, denn der Stoff kann Depressionen auslösen oder verstärken.
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