TIPPS FÜR EINE ZARTE HAUT
Jede Frau spürt es irgendwann die Haut fühlt sich trocken an, spannt und ruft: „Eincremen!“ Zuerst nur an den Beinen, dann an den Armen und im Gesicht. Und kaum hat man sich eingecremt, könnte man schon wieder … Woran liegt das? Haut-Experten wissen inzwischen sehr genau, was in der Haut von Frauen (und auch Männern) vorgeht, und sind so den letzten Schönheits-Geheimnissen auf der Spur.
Sicher ist, dass mit den Jahren:
- die Zellen der Haut weniger Wasser binden können und die Produktion von Talg – das hält unsere Haut geschmeidig – abnimmt. Die Haut von Frauen mit 30 speichert etwa 20 bis 30 Prozent Feuchtigkeit; bei Frauen mit 60 sind dies gerade noch 10 Prozent.
- die schützende Fettschicht der Haut auch dadurch poröser wird und enthaltene Feuchtigkeit – leider – leichter entweicht. Besonders spürt man dies im Winter, wenn die Luft in überheizten Räumen oder auch draußen sehr trocken ist.
Indizien für trockene Haut sind:
- Die Haut spannt, schuppt oder juckt öfter unangenehm.
- Man neigt zu Rötungen oder
- ist besonders kälteempfindlich.
- Fettglanz und Pickel sind Haut-Störungen, die sehr selten auftreten.
- Creme zieht sofort in die Haut ein.
- Die Poren sind wenig sichtbar.
1. Perfektes Pflege-Programm
Die richtige Pflege, gesund essen und bewusst leben – das sind die drei entscheidenden Bausteine, um die Haut weich und lebendig zu halten.
Die besten Pflege-Tipps:
- Tagescremes nehmen, die viel Feuchtigkeit spenden
- Wer zu trockener Haut neigt, sollte statt Cremes (nach dem Prinzip Öl-in-Wasser aufgebaut) lieber Salben (Wasser-in-Öl) verwenden. Cremes ziehen zwar schneller ein, oft fühlt sich die Haut aber schon zehn Minuten danach wieder trocken an. Salben dringen tiefer in die Haut ein und wirken auch deutlich länger.
- Morgens und abends die Haut großzügig mit Salbe einreiben.
- Gut ist auch, wenn Pflege-Produkte sogenannte „Antioxidantien“ enthalten wie etwa Vitamin E. Antioxidantien machen die Radikale (aggressive Sauerstoff-Verbindungen) unschädlich.
Wichtig beim Duschen:
- Statt normaler Seife besser pH-neutrale Syndets nehmen.
- Wer gern badet, sollte besonders auf rückfettende Badeöle achten.
- Genauso wichtig ist die richtige Temperatur beim Duschen: eher kürzer duschen, besser kälter als warm und besser nur dreimal die Woche!
- Nach dem Duschen die Haut immer mit einer reichhaltigen Feuchtigkeits-Lotion einreiben.
- Einmal pro Woche eine Feuchtigkeits-Maske (in jeder Drogerie) auflegen und bewusst entspannen.
- Übrigens, wer gerne schwimmen geht: Vor dem Schwimmen eincremen oder einsalben – die Haut ist dann im Wasser besser geschützt.
2. Essen Sie sich schön!
Haut-Spezialisten wissen, dass richtige Ernährung genauso wichtig ist wie die Pflege. Gut sind:
- Alle Fischarten – der Eiweiß-Baustoff Lysin stärkt die Kollagen-Bildung. Top sind: Wildlachs, Makrele, Hering. Die Omega-3-Fettsäuren sind gut für Hautaufbau und Säureschutz-Mantel.
- Weizenkeimöl, Nüsse – das darin enthaltene Vitamin E und andere Stoffe zerstören schädliche Radikale.
- Spinat, Karotten, Aprikosen – auch das enthaltene Carotin ist ein wirksamer Radikale-Jäger – und macht dadurch die Haut zart.
- Zitronen, Sanddorn, saure Früchte, Bananen, Paprika oder Kohl sind super Vitamin-C-Lieferanten. Vitamin C wird benötigt, um Kollagen zu bilden.
- Austern, Weizenkeime, Kürbiskerne – das Zink darin hilft der Haut, schützende Schichten aufzubauen.
- Heidelbeeren, Paprika, Tomaten – enthalten viele Antioxidantien (gesunde sekundäre Pflanzenstoffe). Je dunkler und farbintensiver Gemüse und Obst, desto mehr Antioxidantien sind drin.
- Eier, Milch, Fisch, Gemüse, Obst – das Vitamin A regt das Bilden neuer Hautzellen an und verhindert, dass die Haut austrocknet.
3. Bewusster leben
Weiche und gesunde Haut schließlich kann man auch durch bewussten Lebensstil fördern. Dabei sollte man die Haut schädigenden Dinge vermeiden und auf Umwelteinflüsse achten. Die wichtigsten dabei sind:
- Rauchen – das Nikotin verengt die Blutgefäße; das heißt, auch die Haut wird weniger durchblutet und verliert deutlich an Spannkraft und Frische.
- Sonne greift die elastischen Fasern der Haut an und macht sie trocken. Einerseits entsteht durch Sonne die „Lichtschwiele“, eine Hautverdickung, die den Feuchtigkeitsverlust der Haut verringert; andererseits schädigt die Sonne. Das goldene Mittelmaß ist, wie so oft, sinnvoll – auch beim Sonnenbad.
Wie findet man die richtige Creme?
Tipps für empfindliche Haut:
Eine kleine Menge nach dem Duschen auf die Innenseite des Unterarms auftragen.
Die Stelle später genau beobachten: Haut verändert?
Ist alles in Ordnung, die Creme nochmals auftragen.
Zeigt sich am 3. Tag keine Reizung, verträgt man das Produkt.
Treten im Frühjahr oder Sommer kleine akneartige Veränderungen auf, eine leichtere Creme nehmen.
Das sollten Sie vermeiden:
- Langes, heißes Duschen oder Baden
- Mit dem Handtuch abrubbeln (besser sanft abtupfen)
- Alkoholhaltige Gesichtswässer benutzen (besser Mineralwasser mit Kräuter-Extrakten)
- Schaumbäder (besser rückfettende Ölbäder)
- Kratzen. Wenn unvermeidlich, dann mit dem Daumenballen
Darauf sollten Sie bei Kosmetik achten
Diese Zutaten sind in Cremes oder Lotionen gut für Ihre Haut:
- Grüner Tee, Traubenkerne oder Ginkgo-Extrakte.
- Hyaluronsäure, eine Substanz, die Feuchtigkeit gut bindet (gentechnisch hergestellt) oder synthetisch hergestellter Harnstoff.
- Mandel- oder Avocado-Öl – natürliche Fett-Lieferanten.


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