Maronizeit
Keine andere Frucht wie die der Edelkastanie wird so oft mit der kalten Jahreszeit assoziiert. Schon seit Jahrtausenden wird die aus Westasien stammende Edelkastanie, auch Maroni oder Esskastanie genannt, aufgrund seines Nährstoffgehaltes und seinem hohen Stärkeanteil von der Bevölkerung geschätzt. Bis zum 17. Jahrhundert waren die braunen wohlschmeckenden Früchte ein Volksnahrungsmittel, und wurden erst durch das Aufkommen der Kartoffel vom täglichen Speiseplan verdrängt.
Die Maroni zeichnet ein hoher Stärke- und Eiweißgehalt aus und enthalten wenig Fett und Kalorien. Neben der köstliche Frucht wurde auch der gesamte Baum als Rohstofflieferant geschätzt. Das Holz wurde bereits von dern Griechen für den Schiffsbau verwendet und das im Holz enthaltene Tanninextrakt eignete sich hervorragend zum Gerben von Leder.Auch im Zeichen der Gesundheit wurde früher die Edelkastanie, welche zum Buchengewächs zählt, hoch geschätzt (nicht zu verwechseln mit unserer heimischen Kastanie, welche zum Rosengewächs zählt). So diente die Maroni zur Linderung bei Kopfschmerzen, Gicht, Milzbeschwerden, Herz- und Magenbeschwerden, während aus den Blättern ein Tee gegen Bronchitis und Keuchhusten gebraut wurde.


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